Unsere Geschichte: 30 Jahre Heilsarmee Flüchtlingshilfe

"Wo immer eine Not ist, ist auch eine Heilsarmee da." (Winston Churchill)

Wie alles begann: Tamilen in Bern

Herbst 1982. Heftige Unruhen in Sri Lanka treiben unzählige Tamilen und Tamilinnen in die Flucht. Dutzende gelangen nach Bern. Sie ersuchen hier um Asyl. Doch damals stehen ihnen noch keine organisierten Unterbringungs- und Betreuungsstrukturen zur Verfügung.

 

Gestern improvisiert, heute etabliert: die Unterbringung

Das Fürsorgeamt der Stadt Bern musste auf die Ankunft dieser Asylsuchenden rasch reagieren. Sie beauftragte die Heilsarmee, diese Menschen unterzubringen. Die Heilsarmee richtete leer stehende Baracken ein und stellte Betreuungspersonal ein. Improvisation war angesagt, bis die nötigen Strukturen aufgebaut waren. Auch andere Hilfswerke, das Schweizerische Rote Kreuz, die Caritas und das Hilfswerk der evangelischen Kirchen der Schweiz (HEKS), sowie die Städte Biel und Thun eröffneten Durchgangszentren im Kanton Bern. Heute führt die Heilsarmee Flüchtlingshilfe noch zwanzig Not -und Kollektivunterkünfte.


100% multikulturell: Asyl Suchende aus über 100 Ländern

Die Asylsuchenden aus Sri Lanka blieben nicht allein: Unterdrückte Kurden und Kurdinnen aus der Türkei, Irak und Iran, Opfer des Bürgerkriegs im Libanon, bosnische und albanische Flüchtlinge aus dem auseinander brechenden Jugoslawien kamen. Auch heute noch: Wer kann, flieht aus Somalia, wo rücksichtslose Warlords um die Macht kämpften. Wegen Bürgerkriegen suchten und suchen Menschen aus Angola, Kongo, Sierra Leone, Liberia und vielen anderen afrikanischen Ländern bei uns Schutz.
Die Liste der Länder, aus denen Menschen in die Schweiz kamen, ist noch viel länger. Wir beherbergten in den letzten 30 Jahren Menschen aus über hundert Nationen.

 

Weniger Geld - mehr Angebote

Seit 1982 ist der Asylbereich stets in Bewegung: In rascher Folge revidierte der Bund das Asylgesetz. Die Vorgaben wurden immer restriktiver und die finanziellen Mittel kleiner. Trotzdem setzen wir uns auch in Zukunft für das Wohl der uns anvertrauten Menschen ein. Wir weiten unser Angebot an Tagesstrukturen, Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten stets aus. Um Deutschkenntnisse zu vermitteln, führen wir Sprachkurse im Lern●Punkt  in Bern, Thun und Burgdorf durch. Der Lern●Punkt sind seit 2007 eduQua-zertifiziert. 

Nach einem oft mehrmonatigen Aufenthalt in einer Not oder Kollektivunterkunft erhalten die Asylsuchenden einen Transfer in eine Gemeinde. Seit 2001 sind wir auch für die Unterbringung und Unterstützung von  Asylsuchenden und vorläufig aufgenommenen Menschen, die in individuellen Wohnungen oder Wohngemeinschaften leben, zuständig. Wir führen heute drei Regionalstellen in der Region Berner Mittelland - Emmental - Oberaargau.

Telefon

Die Geschäftsstelle der Heilsarmee Flüchtlingshilfe erreichen Sie unter der Telefonnummer

+41 31 380 18 80

Je nach Themenkreis, werden Sie an die zuständige Person verbunden.

News

Tag der offenen Tür in Gümligen und Zollikofen

 

Weitere Infos

SRF Beitrag: «Flüchtlinge in Mietwohnungen – ohne Begleitung geht das nicht»

vom 09.02.2016

Wo finden Sie das Sekretariat

Pressekontakt

Lukas Flückiger

Heilsarmee Flüchtlingshilfe

031 380 18 85